Dahlberg, Axel und Ellen

Die Welt war jahrzentelang ihr Zuhause, aber auch ihr Haus in Wulfen

Axel und Ellen Dahlberg 2015 in ihrem Haus in Wulfen; DN-Foto: Riediger

Axel und Ellen Dahlberg 2015 in ihrem Haus in Wulfen; DN-Foto: Riediger

Axel und Ellen Dahlberg aus Wulfen sind in der Welt herumgekommen: China, Indien, den USA, in Chile, Kolumbien, Südafrika und Mosambik. So abwechslungsreich die Länder sind, so unterschiedlich ist auch die Bergbau-Bandbreite, in der Axel Dahlberg, geboren 1938 in Peine, als Bergbau-Ingenieur arbeitete. Mal Salz, mal Erz oder Kupfer, mal Kohle.
In vielen Ländern arbeitete der Bergbau-Dipl.-Ingenieur und erstellte für seinen Arbeitsgeber Marktanalysen für Bergbau-Förderprodukte. Seine Frau, Dr. Ellen Dahlberg, ist in Dorsten keine unbekannte. Sie führte viele Jahre Regie in der 1974 gegründeten Theaterspielgruppe „Barkenberger Laienspieler“, die sich später „Kleine Bühne ’74“ nannte. Ellen Dahlberg engagiert sich schon lange für Asylbewerber und gibt ihnen in der Volkshochschule Marl Deutschunterricht.

Unter dem Motto „Wir wollten etwas von der Welt sehen“, zog es die beiden schon früh hinaus in die Welt. 1967 nach Südafrika. Hinzu kam, dass Axel Dahlberg bereits während des Studiums zur Überzeugung gelangte, dass der deutsche Bergbau nicht konkurrenzfähig sei. Das Ehepaar verließ Südafrika wegen ihrer Kinder, die nicht in einem Apartheid-Regime groß werden sollten. Die Dahlbergs kehrten nach Deutschland zurück und kamen auf Umwegen nach Wulfen. Die nächsten Reisen in die USA, nach Kolumbien, China und Korea absolvierte Axel Dahlberg allein. Als ihr Mann vier Jahre in der Türkei arbeitete, blieb Ellen Dahlberg in Wulfen. Erst als die Kinder größer waren, zog es auch sie wieder hinaus, diesmal nach Chile, wo ihr Mann als Hilfsprofessor arbeitete, Vorträge vor Studenten und Bergbau-Kollegen hielt sowie 69 Kleinst-Bergwerke, meist Familienbetriebe, auf deren Wirtschaftlichkeit untersuchte und Lösungsvorschläge erarbeitete, um die Bergwerke profitabler zu bewirtschaften. Doch der chilenische Staat zog „mentalitätsbedingt“ nicht mit. Nach vier Jahren Chile ging es 1997 wieder zurück in ihr Haus nach Wulfen. Doch Axel Dahlberg hielt es nicht aus. Mit 60 Jahren ging er als Gastwissenschaftler zurück an seinen Studienort Clausthal und mit über 70 Jahren nahm er in Mosambik noch einen Lehrauftrag an. Während sich ihr Mann nun seinen Ruhestand in ihrem Haus in Wulfen geniest, als Mitglied die international und gemeinnützig tätige „Stiftung Sankt Barbara“ unterstützt, die ihren Sitz im niedersächsischen Munster hat, lehrt seine Frau Ellen Dahlberg an der VHS Sprachen.

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