Burmeister, Ewald

Stadtplaner stellte sich den Herausforderungen der Stadt von 1960 bis 1987

Stadtplaner Ewald Burmeister (re.), Wolf Stegemann (li) und Egbert Bremen in Lembeck

Ewald Burmeister (re.), Raumplaner Egbert Bremen (M.) und Wolf Stegemann 1985 in Lembeck; Foto: Holger Steffe

Geboren 1924 an der Ostsee-Waterkant in Schleswig-Holstein; Dipl.-Ingenieur und Stadtplaner. – Ewald Burmeister war von 1960 an 27 Jahre lang im Dorstener Rathaus für die Stadtplanung zuständig und hatte u. a. die in dieser Zeit stark anwachsenden Verkehrsströme neu zu leiten und wichtige Planungen in großen Bereichen Dorstens durchzuführen.

1950 verließ Burmeister seine Heimat Schleswig-Holstein in Richtung Ruhrgebiet, weil durch den Zuzug vieler Flüchtlingsfamilien Arbeitsstellen an der Lübecker Bucht knapp geworden waren. Er fand Betätigung als Landesplaner im Siedlungsbezirk Essen und war ab 1958 drei Jahre lang Stadtplaner in Unna bevor er 1960 frisch vermählt nach Dorsten kam. Hier war er auch im Amt Hervest-Dorsten für die Herrlichkeitsdörfer als Stadtplaner zuständig, was nach der Kommunalen Neuordnung von 1975 von Nutzen war, weil die Stadt mit großen Herausforderungen fertig werden musste: starkes Wachstum in Süd-West, im Stadtsfeld, stete Anpassung des Konzepts für die Neue Stadt Wulfen, Verkehrsplanungen vor allem im Mittelabschnitt. Ein von Ewald Burmeister geplanter Einschnitt in die Straßenstruktur der Altstadt konnte vom Hauseigentümer verhindert werden. Burmeister wollte eine gerade Straßenführung der Straße „An der Vehme“. Das jahrhundertealte Gebäude des ehemaligen Xantener Speichers, das dieser geraden Straßenführung im Weg stand (heute noch), sollte deswegen abgerissen werden, was an dem Hauseigentümer Jägering scheiterte. – Nach seiner Pensionierung im Jahre 1987 unternahmen Ewald Burmeister und seine Frau weite Reisen durch alle Herren Länder. Sein Interesse galt nach wie vor u. a. dem Schutz von Flora und Fauna, Greenpeace und dem globalen Schutz der Wildtiere.


Quellen:
Nach „Als Planer die Stadt mitgeprägt“ in DZ vom 23. Oktober 2004. – Gespräch mit Gerd Jägering 2010.

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