Babyboom

2015 höchste Geburtenzahl auch im Kreis - steter Rückgang in Dorsten

Im Bund, Land und Kreis Babyboom seit Jahren, in Dorsten starker Geburtenrückgang

Im Bund, Land und Kreis Babyboom seit Jahren, in Dorsten starker Geburtenrückgang

Seit 2011 wurden im Kreis Recklinghausen jedes Jahr mehr Babys geboren. Der Trend hält an. 2015 wurden fast 5.000 Kinder geboren. Das sind so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr. Ablesen lässt sich das an der durchschnittlichen statistischen Geburtenziffer. Die ist seit 2011 von 1,3 auf 1,5 Kinder pro Frau angestiegen und liegt auf gleichem Niveau wie der Landesdurchschnitt. Umso bemerkenswerter ist die Entwicklung, weil die Zahl der Frauen im geburtsfähigen Alter rückläufig ist. Bemerkenswert ist auch, dass die Geburtenquote bei den unter 20-Jährigen im Vergleich zu 2005 zurückgegangen ist, während sie bei den 27- bis 38-jährigen Frauen deutlich angestiegen ist. Am häufigsten haben im vergangenen Jahr Frauen zwischen 27 und 34 Jahren ein Kind bekommen. Auf 1.000 Frauen in dieser Altersgruppe kamen rund 104 neugeborene Kinder. Im Altersvergleich scheint sich die Entwicklung der vergangenen Jahre zu festigen, dass Frauen eher dann Kinder bekommen, wenn sie sich bereits beruflich etabliert haben.

In Dorsten: 2015 wurden in Dorsten 523 Kinder geboren. Im Vorjahr waren es noch 72 mehr. Zwischen 2005 und 2014 sind die Geburten in Dorsten um 15 Prozent zurückgegangen. Erinnert sei, dass in den 1980er- und 90er-Jahren die Geburtenzahl fast immer über 1.000 lag. Bleibt die ungeklärte Frage: Woran liegt’s, dass in Dorsten entgegen dem Trend die Geburten so drastisch zurückgehen?

In Deutschland sind 2015 so viele Kinder zur Welt gekommen wie seit 15 Jahren nicht mehr. Rund 738.000 wurden geboren, das waren 23.000 Neugeborene oder 3,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Mehr Geburten zählten die Statistiker zuletzt im Jahr 2000 mit 767.000 Neugeborenen.

Rund jedes dritte neugeborene Kind in Deutschland hat unverheiratete Eltern. Der Anteil unehelich zur Welt gekommener Babys hat sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den vergangenen 25 Jahren mehr als verdoppelt: Es stieg von 15 Prozent im Jahr 1990 auf rund 35 Prozent im Jahr 2015. Der Trend zu mehr außerehelichen Kindern hat allerdings an Tempo verloren, wie die Behörde im Dezember 2016 mitteilte.


Quelle:
Pressestelle Kreis Recklinghausen. – Statistisches Bundesamt Wiesbaden.

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