Wölfe / Nachrichten

Aufenthalt und Durchzüge im Wolfsgebiet Schermbeck und Umgebung

Glorias Verwandte zugezogen. Eine Verwandte der Wölfe aus dem Wolfsgebiet Schermbeck ist aus Niedersachsen kommend in Reken und Haltern nachgewiesen worden. Drei Losungsfunde konnte das Senckenberg Forschungsinstituts in Gelnhausen per genetischer Untersuchung eindeutig einer Wölfin aus dem Rudel Schneverdingen zuordnen. Die Nachweise erfolgten am 18. und 20. Mai bei Reken (Kreis Borken) sowie am 19. Juli bei Haltern am See (Kreis Recklinghausen). Das Tier des ersten Nachweises stammt aus dem Rudel Schneverdingen und trägt aus diesem Grund dasselbe genetische Merkmal wie die ebenfalls aus diesem Rudel stammenden Wölfe im Territorium Schermbeck. Es gab noch weitere Wolfsnachweise: Genetische Spuren eines Wolfes konnten ebenfalls an einem 18. Mai in Dülmen (Kreis Coesfeld) gefundenen Wildtierkadaver nachgewiesen werden. Dort war eine Individualisierung nicht möglich. Es liege aber sehr nahe, dass es sich um dieselbe Wölfin gehandelt haben könnte. Und dies gilt auch für die Aufnahmen am 26. Juni gegen Mitternacht mithilfe einer Fotofalle von einem Wolf auf dem Gebiet der Gemeinde Reken (Kreis Borken) gemacht wurden. Alter, Geschlecht und Identität des betreffenden Wolfes sind auf den Aufnahmen der Fotofalle nicht zu erkennen. Ausschließen kann man allerdings auch nicht, dass ein zweiter Wolf in der Zeit durch das Gebiet wanderte. Doch aufgrund der zeitlichen Nähe kann man eher davon aus, dass es sich um die Wölfin handelte. Im April 2018 wurde Wölfin Gloria erstmals in Schermbeck nach- und am 1. Oktober 2018 das Wolfsgebiet Schermbeck ausgewiesen. Dass ihr Bruder auch im Wolfsgebiet sesshaft wurde, meldete das LANUV im Mai 2020. Nun erscheint eine weitere Verwandte in der Region. Das wirft die Frage auf, warum mehrere Nachkommen des Rudels Schneverdingen die rund 250 Kilometer nach Südwesten auf sich nehmen, um in diese Region zu gelangen.
Wolfsnachweise, die über ein halbes Jahr einem bestimmten Wolf zugeordnet werden, können dazu führen, dass ein Wolfsgebiet ausgewiesen wird. Was würde also passieren, wenn ab November die Wölfin erneut in der Region nachgewiesen werden könnte? Bislang hat man seit dem 19. Juli keine weiteren Hinweise auf die Wölfin erhalten (Quelle: Berthold Fehmer in DZ vom 23. Okt. 2020).

Wölfin in Haltern nachgewiesen. Eine Wölfin war im Sommer 2020 m Bereich des Truppenübungsplatzes im Halterner Ortsteil Lavesum unterwegs. Das hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz nachgewiesen und bestätigt. Aufgrund genetischer Untersuchungen mithilfe von Kotfunden konnte der weibliche Wolf nachgewiesen werden. Haltern gilt aktuell als Pufferzone des Wolfsgebiets Schermbeck. Dort waren im April 2018 Wölfin Gloria und im Mai 2020 ihr Bruder nachgewiesen worden.

Wird fortgeschrieben

Siehe auch: Wolfsjagden im Vest (Essay)
Siehe auch: Wolfsberater
Siehe auch: Wolfsland Schermbeck / Kirchhellen

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