Sugambrer

Römische Strafexpedition vertrieb sie aus dem Lippegebiet

Neben den Brukterern im nördlichen Gebiet hatten ostwärts vom Rhein, im Raum zwischen Sieg und Lippe, der germanische Volksstamm der Sugambrer ihre Siedlungen. Sie waren bei den Römern gefürchtet. Wiederholt zogen sie über den Rhein und fielen in Gallien ein. SiedlungsgebieteDort hatten sie dem Legaten Lollius 16. v. Chr. eine empfindliche Niederlage beigebracht. Daher unternahm vier Jahre später Drusus eine Strafexpedition gegen die Sugambrer. Der Weg führte von „Castera vetera“ (römisches Kastell Birten bei Xanten) durch das Dorstener Lippegebiet. In zwei Feldzügen vollendete der Bruder von Drusus, Tiberius, die römischen Eroberungen in Germanien. Dadurch kamen die Sugambrer in eine prekäre Lage und schickten 8. v. Chr. eine Friedensbotschaft zu Kaiser Augustus nach Lugdunum (Lyon). Doch Augustus traute den Sugambrern nicht und nahm die Gesandtschaft gefangen, deren Mitglieder sich umbrachten, damit ihr Stamm durch sie als Geiseln nicht erpressbar war. Ihrer Führer beraubt, konnte Tiberius die Sugambrer aus dem Lippegebiet vertreiben und siedelte 40.000 von ihnen am linken Rheinufer an. In das entvölkerte Gebiet des späteren Vests Recklinghausen rückten von Norden her die Brukterer ein.


Quelle:
Paul Fiege „Beiträge zur Geschichte Dorstens“ in HK 1982.

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