König, Buchhandlung

Familienunternehmen nunmehr in der vierten Generation

Im Jahr 2007 konnte die Buchhandlung König in der Lippestraße ihren 100. Geburtstag feiern. Doch befasst sich die Familie König schon länger als 100 Jahre mit Büchern. 1700 gab es eine Buchbinderei König in Brilon und es dauerte 200 Jahre, bis Eduard und Elisabeth König neben der Werkstatt noch eine Buchhandlung eröffneten.

Buchhändler ...... König

Eduard König (Zeitungsbild)

Der älteste Sohn Johannes Friedrich König, geboren 1880, zog 1907 nach Dorsten, übernahm die insolvente Buch- und Musikalienhandlung Amedick und gründete die Buchhandlung mit Schreibwaren in der Lippestraße 34, gleich neben dem Drubbel. Sechs Jahre später kaufte er das Haus Koop in der Lippestraße 6 und eröffnete dort 1913 die Buch- und Kunsthandlung Johannes König. Nachdem der Buchhändler an Asthma erkrankte und zurück nach Brilon gezogen war, wurde das Geschäft in der Lippestraße an den Druckereibesitzer Majert verpachtet. Als es mit dem Laden immer mehr bergab ging, kam die Familie König 1925 aus Brilon zurück. 1937 stieg der älteste Sohn Eduard ins elterliche Geschäft ein, während sein Bruder Paul Buchhandlung und Buchbinderei in Brilon weiterführte. Nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg fand Eduard König in Dorsten nur noch eine Ruine vor. Daher verkaufte er Bücher in seinem Wohnhaus an der Schillerstraße, wechselte zur Kirchhellener Allee, dann zum Südwall, wo heute die „Dorstener Zeitung“ steht, um 1951 die Buchhandlung König in dem wieder aufgebauten Geschäftshaus an der Lippestraße zu eröffnen. 1979 heiratete die König-Tochter Christiane den Franzosen Michel Parrenin. Das Ehepaar stieg ins Geschäft ein, das daher bis heute „Buchhandlung König & Parrenin“ heißt. Cecile Parrenin, die heute zusammen mit ihrem Vater Michel die Buchhandlung führt, ist die Urenkelin des Gründers. Somit bestand das Geschäft beim 100. Geburtstag bereits in der vierten Generation.


Quellen:
Annette Kreikenbohm in der WAZ vom 18. Oktober 2007. – Klaus-Dieter Krause in DZ vom 19. Oktober 2007.

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