Geräusche – typisch Dorsten

F. Bojert lädt mit „Dorsten akkustisch“ ein, die Stadt mit den Ohr zu erleben

Frank Bojert nahm Geräusche in Dorsten auf; Foto: Michael Klein (DZ)

„Dorsten akustisch“ heißt eine App des 41-jährigen Dorstener Sofware-Entwicklers Frank Bojert, die im Google Play Store (Android) und im App Store (iOS) heruntergeladen werden kann. „Höre, wie Dorsten klingt“ – diese Überschrift hat Frank Bojert seinem Produkt gegeben. 18 Hörplätze in Dorsten hat er dafür besucht, belauscht und mit professionellem Audio-Equipment in Stereo aufgenommen und veröffentlicht. In der Natur, zum Beispiel im Barloer Busch hört man, wie der Wind durch die Äste fegt und Regen auf die Blätter fällt – eine der „Dorsten akustisch“-Szene. Dann sind am Kanal die Wellen vorbeifahrender Schiffe zu hören, auch Spaziergänger, die am Biergarten vorbeiflanieren, Die Lippe ist ebenso glucksend und strudelnd vertreten wie das Quaken von Fröschen im Sonnenschein – stets mit Zeit- und Ortsangaben. Zu hören sind noch: Büffel, die sich am Wasser im Hervester Bruch abkühlen, die Geräusche einer Seilwinde am Segelflugplatz, die Segler in die Luft zieht, genießende Geräusche von Biertrinkern im Lokal „Kleinen Büffel“, Rolltreppengeräusche, piepende Kassen und klapperndes Besteck der Gastronomien – all das und noch viel mehr. Manche Hör-Erlebnisse erschrecken auch, schreibt die „Dorstener Zeitung“: Wenn am Busbahnhof der Motor eines startenden Linienbusses aufbrummt, wenn im Tierheim plötzlich ein Schaf zu blöken beginnt, wenn auf dem Marktplatz das Glockenspiel mit schrägen Tönen erklingt oder die Sportplatz-Olympiade auf der Hardt mit Kindergeschrei und Schiedsrichterpfeife in den Ohren tönt.


Quelle: M. Klein in der DZ vom 3. März 2023

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