Brände I (Essay)

Manchmal ist es nur eine Friteuse, die ein Haus in Schutt und Asche legt

Olympic-Park 2017: Rund 100 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen; Foto: DZ

W. St. – Immer wieder erschüttern TV-Bilder über anhaltende und neu entfachte Großbrände, denen neben Menschen ganze Ortschaften und meilenweit Wälder zum Opfer fallen. Brände vornehmlich in Amerika. Brandkatastrophen, bei denen ganze Städte zerstört wurden, gab es in der Geschichte schon immer: Nero zündete Rom im Juli 64 an und beim Münchner Stadtbrand im Jahre 1327 gab es 30 Tote. Als im Dreißigjährigen Krieg der katholische Feldherr Tilly am 30. Mai 1631 Magdeburg niederbrannte, gab es etwa 20.000 Tote. New York brannte 1776, es gab 500 Tote und 400 zerstörte Häuser. In Pestigo/Wisconsin (USA) ging der „Feuersturm von Pestigo“ mit 1500 Toten in die Geschichte der Stadt ein und in Nordkalifornien wüteten im Oktober 2017 Waldbrände mit über 35 Toten hunderte Vermisste. Ohne einen Vergleich mit diesen Katastrophen ziehen zu wollen, brannte Ende Juli 2017 in einem selten dagewesenen Brand-Desaster in Dorsten der Olympic-Sportpark im Bereich Maria Lindenhof ab. Seit langem eines der größten Brände in Dorsten. Kein Stein blieb auf dem anderen, so der Polizeibericht. Und die „Dorstener Zeitung schrieb anderntags: „Ein qualmendes Geisterhaus. Mehr ist nicht geblieben von dem, was mal ein Fitnessstudio, eine Tennishalle, eine Physiotherapie-Praxis war.“ Ein Rückblick in die vergangenen Jahrzehnte zeigt, wie oft und wie stark es wo gebrannt hat – in der Lippestadt und den umliegenden Dörfern bzw. Stadtteilen. Dabei fällt ohne Hintergedanken auf, dass manchmal Scheunen in Serie abbrennen.

Feuer und Wasser sind christliche Symbole für Reinheit

Das brennende Rom

Das Feuer und das löschende Wasser spielten schon immer eine große Rolle in der Geschichte der Menschheit. Sie sind wie Feuer und Wasser, sagt der Volksmund, wenn zwei Personen durch unterschiedliches Verhalten nicht zusammenpassen. Nun ja, so richtig ist das in der Symbolik ja nicht, denn das Wasser wird am Ende immer das Feuer besiegen, doch das ungewollte Feuer ist dadurch nicht unterzukriegen. Es entsteht immer wieder neu. Anders ist die Feuer/Wasser-Symbolik in der Christenlehre. Oberflächlich gesagt sind hier Feuer und Wasser zwei Elemente, die gleiches bewirken. Sie reinigen den Menschen, der gegen Gott bzw. die Kirche gefehlt hat. Beispielsweise schickten die Kirchenoberen Frauen als Hexen auf Scheiterhaufen und verbrannten sie bei lebendigem Leibe, damit sie durch die Flammen gereinigt und natürlich auch bestraft werden. Und das Wasser in einem Tümpel oder einer Gräfte half festzustellen, welche Frau eine Hexe war: Man warf sie gefesselt ins Wasser. Ertranken sie, waren sie keine Hexe, schwamm sie auf dem Wasser, waren sie eine Hexen, denn der Teufel half ihnen. Eine Überlebenschance so oder so nicht. Die Sinnlosigkeit dieser „Wasserprobe“ erkannten sogar die kirchlichen Hexenjäger und verboten sie noch während des Hexenwahns. In der Gräfte von Schloss Lembeck fanden solche Wasserproben statt, an denen die damals freiherrliche Familie nach einer Gebührenliste Geld verdiente. Mit und im Wasser getauft, nimmt den Menschen auf als Christ und gibt ihm einen Namen. „Wasser sind zwei gute Diener, aber schlimme Herren“, heißt eine alte Volksweisheit.

Auflistung der Brände in Dorsten: „Hurra, die Schule brennt!“

In der folgenden Auflistung sind Brandstiftungen nicht enthalten. Darüber gibt einen eigenen Eintrag in diesem Lexikon unter „Brände legen II (Essay)“. Hier unterteilt ist die Auflistung in „Brandgegenstände“ wie Schulen und Kindergärten, Bauernhöfe, Haus- und Wohnungsbrände in der Stadt, Brände in Firmen, Unternehmen und Vereine, Wald- und Flächenbrände, Blitzschläge, Brände mit Verletzten und Toten. Natürlich erhebt diese Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

Feuerwehr stets alarmbereit

Januar 1975: In den Morgenstunden gibt es wegen einer defekten Gasleitung eine Gasexplosion im Keller des Ursulinen-Gymnasiums. Der Schaden ist beträchtlich. – Beim Verbrennen von Isoliermaterial am Neubau einer Grundschule in Barkenberg entsteht am 25. Februar 1973 großer Schaden: 100.000 DM. Vermutlich haben spielende Kinder den Schaden verursacht. – Durch einen Schwelbrand im Chemie Vorbereitungsraum der Gesamtschule Wulfen entsteht am 11. Dezember 1977 ein Schaden in Höhe von 100.000 DM. Wegen der entstandenen Quecksilberdämpfe bleibt die Schule zwei Tage lang geschlossen. – Brand im Kindergarten Metastadt in Wulfen-Barkenberg am 23. November 1986; Sachschaden 100.000 DM. – Einen Millionenschaden richtet ein Feuer an, das am 7. April 1996 (Ostersonntag) in einem Nebentrakt der Gesamtschule Wulfen ausbricht. – Ein Brand in der Laurentiusschule in Lembeck am 26. Juni 2007 richtet einen Schaden in Höhe von 210.000 Euro an. – Bei einem Brand des Flachdaches der Gesamtschule Wulfen am 7. August 2013 entsteht ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich.

 Es brennt bei Bauern: Scheunen, Ställe, ganze Gehöfte

Auf dem Gutshof Tüshaus in Deuten vernichtet am 14. Juli 1954 ein Großbrand eine Stallung mit Heu- und Strohvorräten; Schaden 70.000 DM. – Auf dem Hof des Bauern Anton Rickert in Wulfen wird am 25. Februar 1956 durch ein Großfeuer die Stallung mit Stroh, Heu und etwa 100 Zentnern ungedroschenen Korns vernichtet. Als Brandursache wird Kurzschluss festgestellt; Sachschaden 120.000 DM. – Auf dem Gutshaus Tüshaus in Deuten brennt im Dezember 1957 eine Stallung mit Gerätehaus; Schaden 20.000 DM. – Das Bauernhaus der Familie Halbeisen in Deuten fällt am 22. Juli 1958 einem Brand zum Opfer. Die Feuerwehr ist sieben Stunden lang im Einsatz; Schaden 40.000 DM. – Februar 1963: Ein Großbrand zerstört  in Wulfen das Anwesen des Bauern Roring. Sechs Löschzüge und vier Tankwagen werden eingesetzt. Der Einsatz der Wehren wird durch starken Frost mit Eisbildung behindert. – In Lembeck brennt am 16. Dezember 1962 auf der Beck das Gehöft Große Ophoff mit Wohnhaus und Stallung nieder. Der Schaden beträgt rund 50.000 DM. – Eine mit Getreide gefüllte Scheune des Landwirts Brunn in Wulfen geht am 16. September 1963 in Flammen auf; Schaden 100.000 DM. – 14. August 1964: Die Scheune des Bauern Overfeld in Holsterhausen brennt ab; Schaden 50.000 DM. – In Erle brennt am 14. August 1964 die Besitzung des Bauern Askamp; Schaden 250.000 DM. – 21. September 1964: Auf dem Hof des Bauern Punsmann in Lembeck-Specking zerstört ein Feuer am 21. September 1964 den  Schweinestall. Durch Nachbarschaftshilfe können die Tiere gerettet werden; Sachschaden 22.000 DM. – Mitte 1965 brennt in Lembeck-Lasthausen eine Korn- und Gerätescheune des Bauern Oendorf ab; Schaden 50.000 DM. – August 1965: Auf dem Hof Biebur in Oestrich fallen das Stall-  und weitere Nebengebäude einem Brand zum Opfer. Der Schaden beträgt 100.000 DM.

Holzschnitt von Everz

Beim Landwirt Tüshaus in Deuten brennt im November 1965 eine Scheune ab; Schaden 20.000 DM. – Ein Großbrand vernichtet im Oktober 1967 das Stallgebäude des Ritterguts Hagenbeck; Schaden 100.000 DM. – Januar 1969: Ein Brand zerstört in Rhade das Wohnhaus mit Stallgebäude; Schaden 100.000 bis 120.000 DM. – Auf dem Hof Heinrich Fortmann In Lembeck-Wessendorf entsteht am 19. August 1971 ein Schaden von 200.000 DM. – Das Gehöft Schrudde in der Bauerschaft Wenge wird am 27. August 1972 durch Feuer vernichtet. 150 Feuerwehrleute bekämpfen die Flammen. Der Schaden wird auf 500.000 DM geschätzt. – Eine Scheune des zum Michaelisstift gehörenden Gehöftes brennt im September 1976 bis auf die Grundmauern nieder; Schaden 100.000 DM. – 180 Schweine, 100 Enten und Gänse sowie 10 Bullen fallen am 10. September 1977 einem Feuer zum Opfer, das die Stallungen des Geflügelhofes Gröting („Dotter-Helmut“) an der Hagenbecker Straße vollständig zerstört. Schaden 500.000 DM. – Auf dem Hof des Bauern Enbergs in Holsterhausen vernichtet ein Brand am 24. Januar 1979 den Schweinestall. 70 Schweine ersticken in den dicken Rauchschwaden. Der Schaden am Gebäude beläuft sich auf 20.000 DM. – Beim Brand einer Scheune im Wiesenthal bei Lembeck entsteht am 3. Oktober 1979 ein Sachschaden von 300.000 DM. 1800 Zentner Getreide, 8000 Ballen Stroh und einige landwirtschaftliche Maschinen fallen den Flammen zum Opfer. – In der Scheune und im Stall des Bauern Johann Westrich in Lembeck-Endeln zerstört ein Feuer am 30. August 1980 die gesamte Ernte. Der Schaden: 300.000 DM. – Am 7. September 1980 brennt in Rhade eine Scheune nieder. – Bei einem Großbrand Mitte Oktober 1996 an der Kippheide in Wulfen verenden 100 Tiere (Zuchtgeflügel). – Bei einem Scheunenbrand am Söltener Landweg in Deuten verbrennen am 23. Juni 2004 sechs Schweine; Schaden 100.000 Euro.

Brände in der Stadt: Friteuse verursacht 100.000 DM Sachschaden

Autowerkstatt brennt in Wulfen; Foto: Bludau

Im April 1967 wird das Haus Boermann an der Kirchhellener Allee fast völlig zerstört. – Ein Feuer beschädigt Haus Arentz am 24. April 1973 in Wulfen; Schaden 200.000 DM. – An der Freiheitsstraße in Holsterhausen brennt am 20. Dezember 1978 eine Wohnung in der 4. Etage. Der Sachschaden beträgt rund 200.000 DM. – Durch einen Brand wird im Juli 1978 das Bootshaus an der Fährstraße schwer beschädigt. – Auf dem Dachstuhl des Schlosses Lembeck richtet am 5. Februar 1980 ein Brand einen Schaden von 20.000 DM an. – Das Reihenhaus Wachtelstraße 25 erleidet durch überlaufendes Fett aus einer Friteuse einen Brandschaden in Höhe von 100.000 DM. – Ein Zimmerbrand im Heim für Heimatlose am Westwall verursacht einen Schaden von 2000 DM. Die Kinder müsse für einen Stunde evakuiert werden. – Einen Schaden von 150.000 DM bewirkt am 29. Dezember 1992 ein Wohnungsbrand in der Holsterhausener Römerstraße. – Am 26. Januar 1995 steht ein Wohnhaus an der Ölmühle in Flammen. Der Brand wird von 60 Feuerwehrmännern bekämpft. – Zu einem Großeinsatz der Wehren kommt es am 25. März 1995 an der Kirchhellener Allee. Der Wohntrakt eines alten Fachwerkhauses brennt. Ursache ist ein technischer Defekt. Die Höhe des Sachschadens beläuft sich auf 100.000 DM. – Im Keller eines Einfamilienhauses an der Ellerbruchstraße bricht am 13. November 1996 nachts ein Brand aus, dessen Rauchentwicklung so stark ist, dass das gesamte Haus evakuiert werden muss.

Wohnhausbrand in Rhade; Foto: Bludau

30 Menschen werden am Wulfener Markt aus ihren Wohnungen evakuiert, nachdem am 2. Januar 1997 in fünf Kellerräumen ein Brand ausgebrochen war. – Bei einem Großeinsatzes der Feuerwehr am 7. März 1997 in Wulfen-Barkenberg werden elf Menschen über Leitern gerettet. – Ein altes Fachwerkhaus brennt am 6. Juli 1997 am Middlicher Bach in Lembeck bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden des unbewohnten Hauses beträgt 150.000 DM. Brandursache ist ein defekter Kühlschrank. – Feuer verursacht am 17. Juni 2002 in einem Einfamiliehaus  einen Schaden in Höhe von  450.000 Euro. – Am 16. Juli 2003 brennt an der Halterner Straße ein Dachstuhl. – 25 Hausbewohner müssen am 15. September 2003 aus einem Haus an der Halterner Straße evakuiert werden; Schaden 50.000 Euro. – Am 28. November 2003 brennt an der Waldstraße ein Wohnhaus; 100.000 Euro Sachschaden. – Elf Menschen müssen am 4. April 2003 über Leitern bei einem Hausbrand an der Borkener Straße gerettet werden. – Bei einem Wohnungsbrand in der Pliestermark in Holsterhausen brennt am 23. Mai 2006 der komplette Dachstuhl, Schaden 150.000 Euro. – Sachschaden in Höhe von 50.000 Euro bewirkt am 26. November 2008 ein Wohnungsbrand auf dem Bergkamp. – An der Straße „Am Beisenbusch“ gibt es einen weiteren Wohnungsbrand. – Bei einem Feuer am 7. November 2009 im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses am Ostwall können drei Menschen gerettet werden. – An  der Marxstraße in Hervest brennt ein Zechenhaus wegen eines technischen Defekts am 3. Januar 2009. – Drei Verletzte fordert am 28. September 2010 ein Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Memelstraße. – In einem Mehrfamilienhaus an der Marler Straße entsteht am 1. Januar 2012 ein Brand. Zehn Bewohner werden durch Rauchgas verletzt; Sachschaden 250.000 Euro. –  Ebenfalls durch einen technischen Defekt wird am 10. Januar 2014 ein Dachstuhlbrand ausgelöst, der ein Wohn- und Geschäftshaus am Lembecker Heuberg zerstört.

Brand in Firmen, Unternehmen und Vereinsgebäuden

Am Bahnhof Dorsten brennt am 12. Februar 1960 der Güterschuppen, der aus einem ausgedienten Güterwaggon bestand, völlig ab. – 6. Januar 1967: Ein zweiter Großbrand bei der Dorstener Kokosweberei Schürholz & Söhne vernichtet Waren im Wert von 300.000 DM. – Einen Schaden in Höhe von 600.000 DM entsteht am 16. Februar 1972 durch einen Brand in einem Rohrlager am Bahnhof Rhade. – Großbrand im Dezember 1974 auf dem Gelände der Firma Otto Rentmeister an der Wasserstraße. Das Reifenlager und mehrere Garagen werden vernichtet; Schaden 270.000 DM. – Im April 1975 richtet ein Großfeuer im Sägewerk Hölker in Lembeck einen Schaden von 250.000 DM an. – Die Lagerhalle der Firma Duesberg-Chemie in Hervest-Dorsten wird am 10. Juni 1976 vernichtet; Sachschaden 250.000 DM. – In der Polstermöbelfabrik Engel brennt Ende August 1977 der Mitteltrakt der Betriebsanlagen aus. Es entsteht ein Sachschaden von über einer Million DM. – Im November 1977 bekämpft die Grubenwehr der Zeche Fürst Leopold in 900 Metern Tiefe und 1200 Meter vom Schacht entfernt einen Schwelbrand in einem Abbaubetrieb des Flözes „H 2“.

Mülltonnenbrand in Wulfen-Barkenberg

Durch einen Großbrand wird am 12. Mai 1980  das Lagergebäude  der Firma „Dobau“ am Bestener Weg völlig vernichtet. Der Schaden beträgt 450.000 DM. – Ein Feuer zerstört am 20. Juni 1983 bei den Westdeutschen Quarzwerken Werte in Höhe von 2 Millionen DM. – Möbel im Wert von 500.000 DM werden am 15. März 1986 durch einen Großbrand im Möbelhaus Pieper vernichtet. – Ebenfalls ein Großbrand richtet am 9. September 1988 in einer Lagerhalle in der Miere einen Schaden von 200.000 DM an. – Im Wulfener Gewerbegebiet vernichtet am 26. November1889 ein Großbrand die Kunststoff-Aufbereitungsfirma Perling. Der Sachschaden beläuft such auf 2 Millionen DM. – Am 5. Mai 1990 brennt das Gartencenter Rexforth zum Teil bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden beträgt 400.000 DM. – In einem Spänebunker der Firma Stewing entzündet sich Metallstaub. Mit Löschschaum konnte eine Explosion verhindert werden. – Am 14. April 1993 brennt es in der Raiffeisen-Genossenschaft im Dorstener Industriegebiet-Ost; Schaden 10.000 DM. – Sachschaden in sechsstelliger Höhe verursacht am 25. Januar 1995 ein Brand auf dem Gelände der ehemaligen Küchenfabrik „eldo“ an der Gelsenkirchener Straße. – Beim Brand einer Scheune in Altendorf-Ulfkotte entsteht am 24. Juli 1995 ein Schaden in Höhe von 100.000 DM. 15 Oldtimer-Traktoren fallen den Flammen zum Opfer. – Ein Feuer zerstört am 9. Juli 1996 das Clubheim des FC Rot-Weiß Dorsten am Jahnplatz; Schaden 300.000 DM. – Eine Lagerhalle der Spedition Thier wird am 12. Mai 2000 durch einen Großbrand im Industriegebiet Dorsten-Ost vernichtet. Es entsteht ein Sachschaden in Höhe von 7,5 Millionen Euro. – Der durch Funkenflug entstandene Brand in der Staubschutzanlage der Firma Kleinken in Wulfen verursacht einen Sachschaden von 50.000 Euro. – 11. April 2002: Sachschaden in Millionenhöhe durch ein Feuer im Kaufhaus Honsel in Holsterhausen. Auslöser ist ein technischer Defekt einer Tiefkühltruhe. – 50.000 Euro Sachschaden entsteht bei einem Brand in einer Produktionshalle der Firma Beton- und Fertigbau an der Barbarastraße am 4. Februar 2003. – In der Soerheide nördlich der Tüshaus-Mühle brennt ein Forstschlepper völlig aus. Schaden 300.000 Euro. – Scheunenbrand an der Hagenbecker Straße am 31. Mai 2004. Dadurch verliert der Holsterhausener Carnevalsverein seinen Prinzenwagen. – In einem Fitness-Center an der Falkenstraße entsteht ein Schaden von 50.000 Euro. – Bei einem Brand  in der Lagerhalle des Bausbetriebs am Endelner Weg wird am 26. Februar 2005 ein Mann verletzt; Sachschaden: 40.000 Euro. – Am 22. März 2006 zerstört ein Großbrand das Firmengebäude Diegner & Schade an der Gelsenkirchener Straße; Sachschaden in Millionenhöhe. – Die Jugendräume der St. Josefskirche in Hervest-Dorsten werden am 18. Februar 2007 völlig zerstört. – Ein Sachschaden in Höhe von 100.000 Euro entsteht durch einen Brand im Motorradhandel an der Hervester Straße in Wulfen. – Die leerstehenden Gebäude der ehemaligen Gärtnerei Erwig in Altendorf-Ulfkotte werden am 1. März 2010 durch einen Brand zerstört. – Bei einem Feuer am 4. April 2011 im Auslieferungslager des Möbel-Discounters Poco an der Lünsingskuhle entsteht ein Sachschaden im fünfstelligen Bereich. – Ein Großbrand vernichtet am 3. Mai 2011 die junge Firma Massiv-Holzbau-Produkte im Gewerbegebiet Köhl in Wulfen. Der Sachschaden beträgt 3,5 Millionen Euro. – 13. April 2012: Durch einen Großbrand wird auf der Baldurstraße die Werkhalle der Firma Roll-Fe-Do vollständig zerstört. Sachschaden 500.000 Euro. – In der Sauna der Sportanlage des SV Dorsten-Hardt entsteht am 24. Januar 2013 ein Brand.

Wald- und Flächenbände, Brände durch Blitzschläge

Appell auf Briefmarken

60.000 qm Wald fallen am 6. Juni 1962 einen Brand in der Rüster Mark in Altschermbeck zum Opfer. – In der Hohen Mark werden am 14. März 1964 25 Hektar vernichtet. – Im April 1968 brennt es am Freudenberg. – Rund 1000 Quadratmeter Wald stehen am 1. August 1995 in der Rüster Mark nahe der B 58 in Flammen. Nach drei Stunden war das Feuer gelöscht. Bitzschläge: Am ersten Weihnachtsfeiertag 1963 schlägt der Blitz in den Neubau auf dem Gehöft des Bauern Johann Heiming ein. Es brennt der Dachstuhl, was einen Schaden von 45.000 SM verursacht. – Durch einen Blitzschlag nimmt das Dach des Turmes der St. Josefskirche in Hervest am 5. Juni 1978 schweren Schaden. Das entstandene Feuer war schnell gelöscht und der das Turmkreuz mit Wetterhahn aus Sicherheitsgründen abmontiert.

Brände mit Verletzten oder Toten

Aufgrund einer Verpuffung bei einer Tank-Reparatur gerät am 18. Februar 1995 im Gewerbegebiet Köhl in Wulfen ein LKW in Brand. Zu beklagen sind ein Todesopfer und zwei Verletzte. – Eine Brandkatastrophe fordert am 23. Dezember 1999 in einem Einfamilienhaus am Nöttenkamp in Hervest-Dorsten drei Menschenleben. – Beim Brand eines Zimmers im Dachgeschoss des Asylbewerberheims am Westwall werden am 5. Februar 2005 zwei Menschen durch Rauchvergiftungen verletzt. Es entstand ein Sachschaden von 70.000 Euro. – Bei einem Zimmerbrand am 12. April 2005 in einem Reihenhaus in der Burgsdorffstraße erleiden fünf Personen Rauchvergiftungen; Sachschaden 70.000 Euro. – Eine Mutter und ihre acht Kinder werden am 19. Januar 2006 mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht, da die Waschmaschine in Brand geraten war. – Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus am 20. März 2008 an der Borkener Straße erleiden drei Bewohner eine Rauchvergiftung. Die Feuerwehr rettet sieben Bewohner über die Leiter. – Am 3. Januar 2012 wird ein Wohnhaus am Hakenweg in Rhade stark beschädigt. Die beiden Bewohner werden  mit einer starken Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht; Sachschaden 80.000 Euro. – Lebensgefährliche Verletzungen erleidet am 17. März 2013 ein Gartenlaubenbesitzer bei einem Feuer in der Kleingartenanlage an der Windmühle in Hervest. – Mindestens zwei Verletzte fordert am 7. Oktober 2013 ein Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Ellerbruchstraße. Ursache ist ein technischer Defekt; Sachschaden 100.000 Euro.

Siehe auch: Brände II / Brandstiftungen (Essay)
Siehe auch: Hexenverfolgung (Essay)
Siehe auch: Feuerschutzwesen (Essay)


Quelle der Daten: Chronik in den Jahrgängen des Heimatkalenders für die Herrlichkeit Lembeck und Dorsten.

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