Bergbau-Museum Bochum

Weltweit das größte dieser Art wird nach Umgestaltung 2019 wieder eröffnet

Deutsches Bergbau-Museum in Bochum, Foto Marc Wohlrab

Das Deutsche Bergbau-Museum (DBM) in Bochum ist das weltweit größte Bergbau-Museum und zählt mit rund 400.000 Besuchern im Jahr zu den meistbesuchten Museen Deutschlands. Seit der Gründung im Jahr 1930 entwickelte sich das Museum stetig weiter und überrascht mit interessanten Ausstellungen rund um Bergbau, Montanarchäologie und -geschichte. Das eigentliche Geschehen des Bergbaus spielt sich jedoch unter der Erde ab: Der Rundgang des Deutschen Bergbau-Museums findet im Anschauungsbergwerk in 20 m Tiefe statt. Der Seilfahrtsimulator vermittelt das Gefühl, 1200 Meter tief in die Erde einzufahren. Unten angelangt, führen warme Temperaturen realistisch in die Bedingungen unter Tage ein und die Führung zeigt zahlreiche Stollen, entlang großer Bohrmaschinen. Viele der gezeigten Maschinen setzen sich auf Knopfdruck in Bewegung. Neben einer regulären Kurzführung durch das Anschauungsbergwerk gibt es auch spezielle Führungen, bei denen ehemalige Bergleute authentisch an ihrer Tätigkeit teilhaben lassen. Darüber hinaus bietet das Deutsche Bergbau-Museum Vorträge, praktische Workshops für Erwachsene und besonderen Angeboten für Kinder und Schulklassen sowie Dauer- und Sonderausstellungen an.

Sanierung des Museums kostete 17 Millionen Euro

Seit 2016 wurde das Museum saniert und umgebaut. Damit war das ganze Bergbau-Museum unter dem Masterplan DBM 2020 im Umbruch. Die Sanierung und Neueinrichtung sollten im November 2018 fertig sein. Die Samierung kostete 17 Millionen Euro, wovon die RAG-Stiftung im Rahmen des Projektes „Glückauf Zukunft“ 15 Millionen übernommen hatte. Die Umgestaltung war wohl termingerecht fertig, doch Brandschutz- und andere Gutachten standen noch aus. Daher findet die Eröffnung des renovierten Museums erst Ende Januar 2019 statt. Doch die offizielle Eröffnung fand bei geschlossenen Türen bereits Ende November 2018 – also zwei Monate vor der Eröffnung – mit NRW-Ministerpräsident Laschet und dem Dorstener Stiftungsvorsitzenden Bernd Tönjes statt. Eine Luftnummer? Zumindest ein eigentümliches Verhalten. Dazu Bettina Jäger in den „Ruhr-Nachrichten“ vom 22. November 2018:

Nichtöffentliche Eröffnung zwei Monate vor der öffentlichen – eine Posse

„So wird am 28. November, um 17 Uhr zwar NRW-Ministerpräsident Armin Laschet an der sogenannten ,Feierlichen Teileröffnung’ teilnehmen und vor geladenen Gästen sprechen. Aber wer nun denkt, das Publikum könne sich die neuen Rundgänge anschließend anschauen, der irrt. Sowohl der Presserundgang als auch die Eröffnung fürs Publikum werden erst im Januar 2019 stattfinden. Der genaue Termin steht noch nicht fest. … Warum trotzdem lange vor der echten Eröffnung Armin Laschet und Bernd Tönjes als Vorsitzender der RAG-Stiftung zur vermeintlichen ,Teileröffnung’ und einer anschließenden Podiumsdiskussion anreisen und dann die ersten beiden Rundgänge der Dauerausstellung schon mal einweihen, bleibt ein Geheimnis. Oder besser: eine Posse.“

Siehe auch: Bernd Tönjes

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