Ambrunn-Verdienstmedaille

Nach dem letzten Vorsteher der jüdischen Gemeinde Dorsten benannt

Regierungspräsident überreicht der Familie Aschoff die Dorstener Medaille

Verleihung an Familie Aschoff durch Reg.-Präs. (l.) 1992;  v. l. : Wolf Stegemann, Landrat Marmulla, Sr. Johanna

1990 vergab der Verein für jüdische Geschichte und Religion zusammen mit der Israel-Stiftung des Kreises Recklinghausen zweijährlich die Julius-Ambrunn-Verdienstmedaille an Personen, die sich um das Judentum verdient gemacht haben. Die Verdienstmedaille ist nach dem letzten Vorsteher der Dorstener jüdischen Gemeinde benannt und von der Dorstener Künstlerin Tisa von der Schulenburg gestaltet. Die Preisträger wurden im Kreishaus innerhalb einer Feierstunde geehrt. Die Medaillen überreichte der Regierungspräsident von Münster.a-ambrunn-verdienstmedaille Erster Preisträger war der damalige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Recklinghausen, Rolf Abrahamson, der Auschwitz überlebte, in seine Heimatstadt zurückkehrte und sich für die Aufklärung und Aussöhnung unermüdlich einsetzte. Zweiter Preisträger waren 1992 fünf Familien aus dem Münsterland, die auf ihren Bauernhöfen während der NS-Zeit jahrelang die jüdische Familie Spiegel versteckten: Anni Richter geborene Aschoff (Ahlen), Bernhard Sickmann (Werne), Hubert Pentrop (Nordkirchen), Johanna Silkenböhmer (Nordkirchen) und Maria Meerkamp geborene Südfeld (Lüdinghausen) nahmen für ihre Familien die Auszeichnungen in Empfang. 2009 wurde die Geschichte der noch lebenden Marga Spiegel mit Monika Feres in der Rolle der Marga Spiegel verfilmt. Dritter Preisträger war 1994 der Borkener „Arbeitskreis Jüdischen Leben in Borken und Gemen“ für die Aufarbeitung und Publizierung der jüdischen Geschichte in Borken und Gemen. Danach wurde die Vergabe  eingestellt.

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