DEG

Dorstener Energiegenossenschaft zur Errichtung von Photovoltaikanlagen

700-deg-Photovoltaik_adlershofDie Satzung gibt Auskunft darüber, zu welchem Zweck es die „Dorstener Energiegenossenschaft eG“ (DEG) gibt. Unter § 2 steht:

„Gegenstand des Unternehmens ist a) die Errichtung und Unterhaltung von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien, insbesondere Photovoltaikanlagen, b) der Absatz der gewonnenen Energie in Form von Strom und/oder Wärme, c) die Unterstützung und Beratung in Fragen der regenerativen Energiegewinnung einschließlich einer Information von Mitgliedern und Dritten, sowie einer Öffentlichkeitsarbeit, d) gemeinsamer Einkauf von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien für Mitglieder und Dritte.“

Über 130 Dorstener zeichneten Anteile an der Genossenschaft

2010 wurde das Unternehmen unter Nr. 0238 in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Gelsenkirchen eingetragen. Im März 2010 hielten 130 Bürger Anteile  mit einer Zeichnungssumme von knapp über 340.000 Euro. Erste konkrete Maßnahme war eine Photovoltaik-Anlage auf dem Schulzentrum an der Pliesterbecker Straße. Schon im Juni 2010 floss der erste Strom. Die DEG ist die erste Bürgergenossenschaft im Kreis Recklinghausen. Initiator des Projekts war die Volksbank Dorsten. U. a. ist die städtische Wirtschaftsgesellschaft Windor Gründungsmitglied der Genossenschaft. Seither plant und berät ein Gremium aus Fachleuten, wie in Dorsten die ökologische Energiegewinnung durch Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen und privaten Gebäuden gefördert werden könnte – zum Nutzen der Bürger, die diese Energiegenossenschaft mit ihren Einlagen finanzieren.

Vorstände sind Johannes Becker (Volksbank Dorsten) und Lambert Lütkenhorst (Ex-Bürgermeister). Dem Aufsichtsrat gehören Günter Aleff (Vorsitzender; Windor), Rolf Nagel und Peter Cosanne an. Prokurist und Sprecher ist Manfred Hürland (Marketingleiter Volksbank Dorsten). Die Bilanz wies zum 31. Dezember 2012 auf der Aktivseite eine Summe von 1.088.949 Euro auf, was zum Vorjahr einen Gewinn von 15.313 Euro bedeutete und eine Dividende von 3,5 Prozent ausgeschüttet werden konnte. Durch die von der DEG initiierten Anlagen konnten 2013 über 210.000 Kilogramm Kohlendioxyd eingespart werden. 2013 betrug der Bilanzgewinn 23.000 Euro. Daraufhin konnte eine Dividende von 5,25 Prozent an 140 Dorstener ausgeschüttet werden, die zu einem Eigenkapital der DEG in Höhe von 400.000 Euro beigetragen haben. 2014 konnten die Solar-Anlagen der DEG 23.000 Euro erwirtschaften und 4,76 Prozent Dividende auszahlen. Bis 2020 will die Stadt die Energiegewinnung aus Windkraftanlagen und 15 Prozent aufstocken.


Quellen:
Protokoll der DEG-Hauptversammlung 2013. – Jahresabschluss DEG 2013. – Website der DEG (Stand 2014).

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