Schneider, Hermann

Pfarrer in Holsterhausen und danach Diakoniepfarrer im Kirchenkreis

1938 in Buschhütten/Siegerland bis 2016 in Bottrop; Gemeinde- und Diakoniepfarrer. – Zehn Jahre lang war er von 1965 bis 1975 Pfarrer der Martin-Luther-Gemeinde in Holsterhausen, bevor er die Pfarrstelle in der evangelischen Dreifaltigkeitsgemeinde in Marl übernahm.

Von 1985 bis zum Eintritt in den Ruhestandes 1998 versah Hermann Schneider seinen Dienst als hauptamtlicher Diakoniepfarrer des Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten und war Vorstand des Diakonischen Werks. In seine Amtszeit fiel auch seine Vorstandsarbeit in der Evangelischen Heimvolkshochschule Haus Haard in Oer-Erkenschwick. Im Nachruf würdigt der Kirchenkreis seine großes berufliches Engagement: „Pfarrer Schneider war geprägt durch die tiefe Frömmigkeit seiner Heimat und zugleich persönlich und beruflich im Ruhrgebiet zuhause. Er schätzte die Menschen in dieser Region. Für ihre Belange und besonders für die Anliegen und Probleme derer, die am Rande der Gesellschaft leben, hat sich der Verstorbene Zeit seines Lebens kirchlich, diakonisch und auch politisch eingesetzt.“ In seine Amtszeit als Diakoniepfarrer fielen der Bau des Dorothea-Buck-Hauses in Bottrop, des Ernst-Wilm-Hauses in Kirchhellen sowie der Aufbau von Werkstätten für Menschen mit psychischen Erkrankungen und die Umgestaltung des Rotthoff Hofs als ökologisch-landwirtschaftlicher Betrieb. So hat er maßgeblich die Eingliederungshilfe des Diakonischen Werkes weiterentwickelt. Darüber hinaus hat Hermann Schneider wesentlich zum Aufbau von Beratungsdiensten für Überschuldete, Wohnungslose, Arbeitslose und Menschen mit Migrationshintergrund beigetragen. Auch nach seiner Pensionierung blieb Pfarrer Schneider dem Diakonischen Werk verbunden und war in sozialen und politischen Gremien seiner Heimatstadt Bottrop aktiv. Hermann Schneider ist auf dem Bottroper Nordfriedhof beigesetzt.

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