Ausländer

Migranten, Flüchtlinge, Zuwanderer, Volksdeutsche, EU-Bürger, Asylbewerber

In vielen Sprachen der Welt hat das Wort „Ausländer“ (im Sinne von „Fremder“, aus dem Ausland kommend) eine negative Färbung. Ausländer bzw. Nichtdeutscher ist gemäß § 2 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes jeder, der nicht Deutscher im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes ist. Demnach ist Ausländer, wer weder die deutsche Staatsangehörigkeit noch die deutsche Volkszugehörigkeit besitzt wie beispielsweise die Spätaussiedler (Statusdeutsche). Da die einbürgerungswilligen Personen mit der deutschen Volkszugehörigkeit in der Regel sofort nach der Einreise in das Bundesgebiet eingebürgert werden, bleibt im Grunde genommen nur die deutsche Staatsangehörigkeit als Unterscheidungskriterium. Die Gruppe der sich in Deutschland aufhaltenden Ausländer ist sehr verschiedenartig. Dazu gehören freizügigkeitsberechtigte EU-Bürger, Diplomaten, Arbeitnehmer und Selbständige mit einem Aufenthaltstitel, aufenthaltsberechtigte ausländische Familienangehörige, Schüler und Studenten, Touristen und Durchreisende, Asylbewerber, geduldete Ausländer, ausländische Streitkräfte sowie Personen, die sich illegal in Deutschland aufhalten.

Immer wieder Phasen der Zuwanderung nach Deutschlands

Die Bezeichnungen „Migranten“, „Zuwanderer“, „Flüchtlinge“ oder „Personen mit Migrationshintergrund“ sind viel weiter gefasst. Darunter werden außer Ausländern auch die Personen verstanden, die entweder selbst aus anderen Ländern zugewandert sind oder aus Familien mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil stammen. Die größte Zuwanderergruppe bilden die ab Mitte der 1950er-Jahre angeworbenen so genannten Gastarbeiter und deren Angehörige aus der Türkei, Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und dem damaligen Jugoslawien. Seit den 1990er-Jahren gibt es neue Zuwanderungsbewegungen, vorwiegend aus den Krisengebieten des Balkans und der Spätaussiedler (Zuwanderer mit deutscher Volkszugehörigkeit) aus Polen, Rumänien und den GUS-Staaten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Rahmen des Mikrozensus 2005 betrug die Zahl der Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland 15,3 Millionen, was dem Anteil von 18,6 Prozent der Bevölkerung entsprach.

Auf hundert Einwohner statistisch 10,5 Ausländer

Die Bevölkerungszahl in Deutschland ist ab 2015 stark gestiegen: Aktuell leben 82,2 Millionen Menschen im Land. Das ist der größte Zuwachs seit der Wiedervereinigung im Jahr 1989. Davon kommen 8,7 Millionen Menschen aus dem Ausland. In Nordrhein-Westfalen nahm die Zunahme der Bevölkerung durch Flüchtlinge um 1,4 Prozent zu. Prognosen sagen, dass die deutsche Bevölkerung langfristig deutlich abnimmt. Die Zahl der Deutschen schrumpfte um 0,2 Prozent auf 73,5 Millionen. Auf 100 Einwohner kommen demnach statistisch 10,5 Ausländer. 2014 lag der Anteil bei 9,3. Neben Schutzsuchenden aus den Kriegs- und Krisenregionen kamen auch viele EU-Bürger auf der Suche nach Arbeit. In den Statistik werden die sich nur vorübergehend (z. B. Diplomaten, ausländische Streitkräfte, Touristen und Durchreisende) oder illegal in Deutschland aufhaltende Ausländer nicht erfasst. Somit dürfen die Zahlen in Wirklichkeit höher ausfallen.

Türkei, Polen Russland sind die wichtigsten Herkunftsländer

Im Jahr 2015 wurden 17,1 Millionen Frauen, Männer und Kinder mit Migrationshintergrund gezählt, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das sind 4,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. „Der außergewöhnlich hohe Anstieg ist vor allem auf ausländische Zuwanderer zurückzuführen“, erklärten die Statistiker. Demnach lebten voriges Jahr 11,5 Millionen Zuwanderer in Deutschland und damit 5,5 Prozent mehr als 2014. Die drei wichtigsten Herkunftsländer der Menschen mit Migrationshintergrund sind die Türkei, Polen und die Russische Föderation, so das Bundesamt. Insgesamt 6,3 Millionen hätten ihre Wurzeln in Staaten, aus denen früher Gastarbeiter angeworben wurden – vor allem aus der Türkei, Italien und Griechenland. Erstmals war das Bürgerkriegsland Syrien Hauptherkunftsland der Zuwanderer in Deutschland. Gezählt wurden rund 327.000 Zuzüge. Auf dem zweiten Platz folgte Rumänien, auf dem dritten Polen. Um fast 30 Prozent ist der Zuzug zu Familienangehörigen gestiegen. Mehr als 82.000 Familiennachzüge wurden im Ausländerzentralregister verzeichnet. Personen mit Migrationshintergrund hatten deutlich häufiger keinen Schulabschluss oder nur einen Hauptschulabschluss. Zudem hatten sie häufiger keinen Berufsabschluss.

Nach Dorsten kamen 2016 weniger Flüchtlinge als im Vorjahr

In Dorsten hat die Zahl der Flüchtlinge 2016 gegenüber 2015 stark abgenommen. Es kamen nur noch 247 Flüchtlinge dazu, so dass 575 Flüchtlinge in Dorsten untergebracht sind. Im Januar 2017 standen in den 44 Unterkünften mit insgesamt 590 Plätzen 200 frei. 380 Flüchtlinge leben in privatem Wohnraum und nur 195 in städtischen Unterkünften. Um Ghettos zu vermeiden, sind diese auf das gesamte Stadtgebiet verteilt.
Rhade: 5403 Deutsche, 126 Ausländer, 293 Migranten, 6 Flüchtlinge;
Lembeck: 5022 Deutsche, 190 Ausländer, 346 Migranten, 40 Flüchtlinge;
Deuten: 1660 Deutsche, 39 Ausländer, 97 Migranten, 14 Flüchtlinge;
Wulfen: 12.689 Deutsche, 1054 Ausländer, 2440 Migranten, 171 Flüchtlinge;
Hervest: 11.636 Deutsche, 1325 Ausländer, 2460 Migranten, 117 Flüchtlinge;
Holsterhausen: 12.670 Deutsche, 1057 Ausländer, 1967 Migranten, 136 Flüchtlinge;
Östrich: 1970 Deutsche, 41 Ausländer, 123 Migranten, 0 Flüchtlinge;
Hardt: 7277 Deutsche, 278 Ausländer, 653 Migranten, 3 Flüchtlinge;
Feldmark: 7222 Deutsche, 710 Ausländer, 1283 Migranten, 29 Flüchtlinge;
Altendorf-Ulfkotte: 1898 Deutsche, 88 Ausländer, 167 Migranten, 0 Flüchtlinge;
Altstadt: 3634 Deutsche, 531 Ausländer, 866 Migranten, 65 Flüchtlinge.

Siehe auch:

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